Kunterbuntes, Reisen

„Jeder muss wissen, worauf er bei einer Reise zu sehen hat und was seine Sache ist. (J.W.v. Goethe)

… und manchmal bemerkt frau das erst, wenn sie bereits unterwegs ist :-). Meine Parisreise war wunderschön, spannend, erhellend und interessant – um die Erinnerungen an diese Zeit für mich festzuhalten bzw. um die Reise sozusagen abzurunden, will ich diese im Schnelldurchlauf noch einmal Revue passieren lassen. Und sollten Parisinteressierte unter den LeserInnen sein, würde es mich freuen, diese ein bisschen mit aktuellen Tipps zu versorgen :-).

Apartment in Paris Studio Airbnb Kamin Pariser Flair Chic

24.4.2014
Pünktlich zur Prime Time, also um 20.15, machte ich mich auf zu meinem Pariser Apartment, das ich über Airbnb gefunden habe. Meine Gastgeberin Anne war fantastisch, die Lage des Studios top und ich hatte alles was ich brauchte.

25.4.2014
Auf zum ersten Flohmarkt ‚Marché d’Aligre‘: Klein, fein, aber nicht mein ;-). Weiter ging’s ins Marais, um diverse Vintage Stores unsicher zu machen.
Hippy Market: Nicht so mein Ding, zumindest nicht die Filiale Le Temple.
Vintage by Ramin: Netter Laden, cooler Besitzer, faire Preise, aber nichts für mich dabei.
FREE’P’STAR und  Frip’irium: Auf alle Fälle einen Besuch wert.
Vintage Désir: Das war mein Laden, auch wenn ich das auf den ersten Blick nicht gedacht hätte. Die Ausbeute: Eine wirklich sehr nette Cordjacke, deren Kragen ich jetzt schon liebe. Dass mir das Ding ein bissl zu groß ist, ist zwar schade, aber ‚Gut, ist besser als perfekt‘ undgrüne Cordjacke Pariser Chic Französisches Flair Flohmarktfund Pariser Flohmärkte  FREE'P'STAR Frip’irium Hippy Market Marias Marché d'Aligre Marche Dauphin Place des Vosges Vintage by Ramin Vintage Désir Violette et Léonie in diesem Sinne finde ich die darin investierten € 10,– gut angelegtes Geld. Habe ich schön erwähnt, dass die Preise im Vintage Désir top sind ;-)?altrosa Seidenbluse Pariser Chic Französisches Flair

Nach einer kurzen Erholung zu Haus‘ ging’s weiter zum Friedhof Père Lachaise, der Rest ist Geschichte. Dann noch einen Sprung zu einem Laden namens Jennyfer. Diese Modekette wäre an sich keinen extra Besuch wert, da ich aber genau dort vor zwei Jahren meine ‚Lieblings-Büro-Ausgeh-Herumknotz-Hose‘ gekauft habe, wollte ich auf alle Fälle hinschauen und wer sagts, genau dort finde ich so eine Bluse, nach der ich schon länger Ausschau gehalten habe.

26.4.2014
Auch an diesem Tag führte mich mein erster Weg auf einen Flohmarkt: Marché aux Puces de St. Ouen. Dieser ist angeblich der größte Flohmarkt ganz Europas. Da mir die Irrwege am Bazar in Kairo noch in böser Erinnerung waren, recherchierte ich ein wenig und stieß darauf, dass vor allem der Marché Dauphin für mich interessant sein könnte. Hmm, naja, räusper und hust: Ja, es gibt dort schöne Dinge, aber 1. wie krieg‘ ich Kommoden und Luster in den Flieger und 2. hätte ich soviel Geld, dass ich mir dort etwas leisten könnte, würde ich mir über Punkt 1 keine Gedanken machen, da Geld keine Rolle spielt ]:)

However, wie die Ökonomen gerne sagen. Weiter gings ins bekannte Café des Deux Moulins, das ist jenes Café, in dem schon Amelie aus ‚Die fabelhafte Welt der Amelie‘ „gearbeitet“ hat. Ich war vor zwei Jahren schon einmal dort und auch wenn viele Touristen, so wie ich, dieses Cafe fabelhafte Welt der Amelie Kaffeehaus Bistrobesondere Kaffeehaus aufsuchen: Zu Recht, kann ich nur sagen! Die KellnerInnen sind super lieb und herzlich, der Kaffee lecker und das Café an sich, sieht einfach so aus, wie man sich ein solches in Montmatre vorstellt. Gut erholt, machte ich mich auf zum Eiffelturm.

Aus Zeit- und Kostengründen entschied ich mich für den Aufstieg per Treppe, den auch nur empfehlen kann: Kurze Schlange an der Kasse, im „Stiegenhaus“ an sich, ist nicht viel los und man kann sich genügend Zeit nehmen, um sich umzusehen und auch um zu verschnaufen 🙂 und die Aussicht von der 2. Plattform ist laut Lonely Planet sogar besser, als von ganz oben, da man weit mehr erkennen kann. Naja, ich hab keinen Vergleich und das war mir auch ziemlich egal, den Eiffelturm an sich, fand ich aber großartig.

Voller neuer Eindrücke und mit einem tollen Hochgefühl machte ich zum Abschluss des Tages noch zu Violette et Léonie auf. Ich weiß nicht, woran es lag: An der Müdigkeit, die dieser bereits lange Tag mit sich brachte, oder an den Auslagen des Ladens, die mir Regenbogen Paris Pariser Flair Chic Place de la Républiquesagten, dass auch dieser nichts für meine Brieftasche sein wird und ich mir den Weg hierher sparen hätte können. Oder lag es am strömenden Regen, der mich aber sowas von pitschnass gemacht hat und an der Warteschlange im Supermarkt, die mich eine knappe halbe Stunde kostete? Auf alle Fälle kamen einige Dinge zusammen, die mein Hochgefühl auf Talfahrt brachten und ich wollte nur noch nach Hause. Und was seh‘ ich auf dem Weg dorthin? Ihn, den tollsten Regenbogen meines Lebens. Again: Thanks a lot :-)))!

27.4.2014
„Jetzt ist aber endlich auch mal Zeit für Kultur“. Ähm, ja, aber vorher noch schnell auf einen Flohmarkt: Marché aux Puces de la Porte de Montreuil. Auch nicht so super mein Ding, weil ein Kleiderhaufen an den anderen gereiht war, einen netten Stand fand ich dann aber doch (das war der wo keine Shirts aus China und Taiwan zu kaufen waren und die Klamotten auf Kleiderhaken hingen) und ergatterte ein entzückendes Kleid und einen violetten Eiffelturm. Und all das klingt ziemlich snobby und vielleicht ist es das ja auch, aber es gibt eben die WühlerInnen und die Nicht-WühlerInnen ;-). 

Victor Hugo Apartment Pariser Chic Französisches FlairDaher ging es wiedermal ins Marais, diesmal aber nicht nur zum Shoppen, sondern um mir das Apartment von Victor Hugo am Place des Vosges anzusehen. Die Wirkstätte Hugos war beeindruckend und ein Besuch lohnt: Keine Schlange am Schalter und wahr kunstvolle Räume warten dort nämlich auf einen.braune Ledertasche Handtasche Paris Flohmarktfund Pariser Chic Französisches Flair Pariser Flohmärkte FREE'P'STAR Frip’irium Hippy Market Marias Marché d'Aligre Marche Dauphin Place des Vosges Vintage by Ramin Vintage Désir Violette et Léonie

Mein nächstes Ziel lautete Notre Dame. Auf dem Weg dorthin konnte ich nicht widerstehen und musste noch einmal bei Vintage Désir reinschauen. Einen herzigen Rock und eine Lederhandtasche später war ich dann auch schon dort, also bei „meiner lieben Frau“.Notre Dame Pariser Chic Französisches Flair Das Orgelkonzert fiel leider auch diesmal aus, aber ich hatte dennoch Glück und ein paar Mal, durfte ich der imposanten Töne frönen und das Gefühl diese Kirche zu betreten ist, ist wirklich etwas besonderes: Gerade noch geht frau als knielanger Rock Paris Flohmarktfund Pariser Chic Französisches Flair Pariser Flohmärkte FREE'P'STAR Frip’irium Hippy Market Marias Marché d'Aligre Marche Dauphin Place des Vosges Vintage by Ramin Vintage Désir Violette et LéonieMensch rein und sobald frau drinnen ist, verschluckt einen das Kirchenschiff beinahe und frau fühlt sich als ZwergIn – wird wohl Absicht sein ;-).
Gleich ums Eck befindet sich die Pont de l’Archevêché, auf der auch ich es mir nicht nehmen ließ, ein Schloss anzubringen und den Schlüssel in die Seine zu werfen. Da ich dem lieben Mann ein Mitbringsel schenken wollte, Pont de l’Archevêché Schlösserbrücke Paris Pariser Chic Französisches Flair verschlug es mich hierfür ins Shakespeare and Company. In der kleinen, aber feinen Travelabteilung fand ich dann Frost On My Moustache. Na, wenn das keine passende Lektüre ist, für den baldigen Aufbruch zum Nordkap! Über das Quartier Latin, vorbei an der Sorbonne ging es dann wiedermal ab nach „Hause“.
28.4.2014
Und schon wieder heißt es: Koffer packen! Da ich Glück hatte und der Flieger nach Wien erst um 21.00 Uhr startete, ging sich noch ein Besuch im Centre Pompidou aus, in dem das Museum für moderne Kunst untergebracht ist. Danach stolperte ich über einen weiteren Vintageladen – diesmal aber wirklich unabsichtlich 😉 – und habe SIE gefunden:

Wer mich kennt, weiß, dass ich früher mehr als 60 Paar Schuhe hatte. Diese Zahl mag die ein oder andere Frau absolut nicht verwundern, ich für meinen Teil denk‘ mir aber: Niemand braucht so viele Schuhe und deshalb bin ich in den letzten Jahren darum bemüht, meinen Bestand zu reduzieren bzw. diesen nur mehr im Bedarfsfall aufzustocken. Aktuell stehe ich bei rund 35 :-).
Bei diesem Paar konnte ich aber nicht anders und so durften die netten ‚Tretterchen‘ mich nach Österreich begleiten.
Der Rest meines letzten Paristages verflog dann im Nu und die Freude meinen Mann kurz vor Mitternacht wieder in die Arme schließen zu können, war riesengroß!

Es heißt Angst, sei ein schlechter Ratgeber. Ich denke, das ist so nicht richtig, aber es geht eben nicht darum, Dinge aus Angst heraus nicht zu tun, sondern hinzuhören, was einem die Angst sagt und diese „Stimme“ als Handlungsanleitung zu verstehen, um jene Dinge umzusetzen, die frau scheinbar in ihrem Leben noch erleben möchte. Bei mir was es das alleine Verreisen.
Es kommt für mich daher nicht darauf an, wie und ob ich die Zeit genutzt habe, es kommt darauf an, dass ich mir die Zeit genommen habe und im Sinne dieses Blogs, all die Julenas da draußen zu ermutigen, sich auch den Raum zu nehmen, der ihnen gut tut, bleibt mir nur mehr zu sagen:

Ensemble, puissions nous bien voyager, Julena.

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1 thought on “„Jeder muss wissen, worauf er bei einer Reise zu sehen hat und was seine Sache ist. (J.W.v. Goethe)”

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