Detox Tagebuch – Tag 15

Langsam wirds.

Halbzeit ist und kleine Veränderungen sind spür- und wahrnehmbar.

  1. Ich denke nicht schon beim Essen darüber nach, was ich als Nachspeise essen könnte, um dann drauf zu kommen, dass das alles ab sofort nicht mehr am Speiseplan steht.
  2. Ich komme energetisch eigentlich gut über den Tag – und das ohne Kaffee!
  3. Ich fühle mich in meinem Körper etwas wohler und das hat nicht wirklich was mit dem Gewicht zu tun.
  4. Ich stopf mir keine rauen Mengen Nüsse und getrockneten Früchte mehr rein.
  5. Ich habe mich seit Ewigkeiten dazu bewegen können, endlich wieder Yoga zu machen – und: Es hat wirklich gut getan.
  6. Meine Schwester und Mutter haben mich beide darauf angesprochen, gut auszusehen und mein Blick in den Spiegel gab ihnen recht – da tut sich was.

Neu ist, dass ich seit drei Tagen koffeinfreien Kaffee trinke. Nicht mehr auf das wohlig-warme Gefühl und den Geschmack von Kaffee zu verzichten, hat einen absolut positiven Einfluss auf mein Wohlbefinden.

Schön ist, dass ich – zumindest im Moment – nicht das Gefühl des Verlustes hab: Ich find’s gut, seit zwei Wochen nicht geraucht zu haben und hab auch gar keine Lust auf eine Zigarette. Ich find’s beeindruckend, seit zwei Wochen nicht genascht zu haben und wenn meine Kleine einen Schokopudding neben mir isst, macht mir das nichts aus. Ich bin überrascht, wie schnell das Verlangen nach einem Glas Rotwein, abends, nach einem langen Tag, wegging.

Cool ist das!

Detox Tagebuch – Tag 6

Die gute Nachricht zuerst: Ich bin körperlich wieder voll hergestellt.
Das, der Umstand keinen Kaffee mehr zu trinken und nicht mehr zu rauchen, bringt es aber mit sich, dass ich die ganze Zeit an Essen denke. Vor allem auch, weil ich ja auch nicht irgendwas essen möchte, sondern möglichst zuckerfrei.

Bis vor kurzem habe ich mich gut gehalten – hier mal eine Apfelspalte, da der 57. Tee. Vor 20 Minuten mussten jetzt aber getrocknete Mango- und Erdbeerspalten dran glauben. Ich denke, das war nicht so ganz ‚detox‘, aber für heute mal ok (maybe knicke ich bereits ein und das sind die ersten Anzeichen).

Vor Yoga verstecke ich mich immer noch.

2020 – es reicht

Das Jahr 2020 hatte es in sich. Begonnen hat es wie immer. Mit lieben Freunden, im Garten, mit Sekt. Das wird sicher ein super Jahr – 2020.

Dann kam Covid – 1. Lockdown – Umbau des neuen Hauses – 2. Lockdown – Umzug – 3. Lockdown.

Jetzt bin ich unglaublich müde, kann mich nicht dazu motivieren Yoga zu machen, mich gehaltvoll zu ernähren und die Nerven liegen viel zu schnell blank. Und weil der Jahreswechsel vor der Tür steht, bietet es sich förmlich an, genau jetzt was zu verändern.

Schluss mit Junk Food, Schluss mit Alk, Schluss mit Nikotin, Schluss mit Zucker- und Kohlehydratbomben, Schluss mit Koffein, Schluss mit sinnlosem Internet gesurfe – für 4 Wochen.

Her mit Gemüse, Obst, Yoga, guten Büchern und Turnschuhen, um in den Wald zu gehen.

Ich reaktiviere meinen Blog, um ZeugInnen und vielleicht auch Beistand zu haben. Denn die Wahrheit ist: Ich scheiß mich an. Ich fürchte mich davor, meine gesammelten Coping-Strategien, die mir vermeintlich dabei helfen, mit dem Wahnsinn der Welt und dem Wahnsinn der Kleinfamilie umzugehen, zu kübeln. Mir graut vor Kopfschmerzen und schlechter Laune und ich habe Angst, mich knallhart mit der Tatsache zu konfrontieren, dass ich von dem ganzen Scheiß wahrscheinlich ziemlich abhängig bin.

Deshalb versuch ich es mal als Experiment zu sehen – nur kein Druck – und geh morgen mal ein Haufen gesundes Zeug einkaufen. Abends werd ich dann mit meinem lieben Mann noch ein bissl auf den Putz hauen, dann wär zumindest die Sache mit dem Alk und den Zigaretten für den 1.1.2021 vom Tisch.

Ende der Ankündigung.