Weniger ist mehr. Vorsätze für 2017.

Weniger Konsum.
Weniger Besitz.
Weniger Müll.

Ich kann mich an eine Zeit erinnern, in der Einkaufen für mich eine Art Freizeitbeschäftigung war. Ich fand das sogar gut. Nach Jahren vermeintlicher „Konsum-Entbehrung“ – vulgo Studienzeit – hatte ich nach einer kurzen Zeit im Job mehr Geld als jemals zuvor. Nicht, dass es so viel gewesen wäre, aber es hat gereicht, dass ein irrwitziger Prozess in Gang gekommen ist. Auf einmal war ich auch so eine, die 60 Stunden arbeitet, und anderen amüsiert erzählt, dass ein harter Arbeitstag besser auszuhalten ist, wenn man am Nachmittag einen Sprung in den Vintage-Laden um die Ecke macht. Und gar nicht merkt, wie traurig das ist.

Konsum hat für mich einen wahnhaft religiösen Charakter. Die Prediger verheißen Zufriedenheit, Glück und Liebe. Die Gläubigen opfern Geld, Zeit, Energie und Platz. Und wir  konsumieren, als ob es kein Morgen gäbe.
Ich will da nicht mehr mitmachen und werde 2017 versuchen, mich vor jedem Kauf zu fragen, ob ich das Produkt tatsächlich brauche, hinterfragen wie es produziert wurde und ob es mir schaden kann. Ich werde Plastikverpackungen vermeiden und unser Haus von Dingen, die wir nicht brauchen befreien. Ich werde mich befreien.
2017 du darfst kommen – ich freue mich!